TSV Großmehring 1921 e.V.

Dojo Etikette

  1. Beim Betreten und Verlassen des Dojos (Trainingsraum) Grüßen durch ein lautes OSU!. Eine weitere Verbeugung zu dem höchsten Gurt im Raum (Lehrer oder Senpai) ist angemessen.
  2. Die Schüler sollen sich bemühen, pünktlich zum Unterricht zu erscheinen. Diejenigen ,die zu spät kommen, müssen sich in Richtung des Dojos verbeugen `Osu`, sich in `Seiza` hinknien , mit geschlossenen Augen `Mokusso` und gesenkten Kopf warten, bis sie vom  Meister gebeten werden sich zu erheben. Der zu spät gekommene verbeugt sich mit `Osu` und sagt `Shitsurei  Shimasu`, d.h. Entschuldigung für die Störung. Dann wird er sich hinten zur Gruppe orientiert  eingliedern und am begonnenen Training teilnehmen , wobei er  immer darauf  achtet, nicht an den anderen vorbeizulaufen (besonders nicht bei höheren Gurten), sondern hinter ihnen zu laufen, um seine Position so schnell wie möglich einzunehmen.
  3. Wegen der Verletzungsgefahr ist Schmuck (u.a. Piercing) vor dem Training abzulegen. Finger- und Zehennägel sind kurz zu halten, Kaugummi sowie Essen und Trinken sind im Dojo verboten. Verschriebene Brillen sind erlaubt, während des Kampfes ist es aber empfehlenswert , sie abzunehmen oder Kontaktlinsen zu tragen.
  4. Man sollte sich immer möglichst schnell bewegen.
  5. Kampf im Dojo ohne Anweisung des Trainers ist Verboten!
  6. Der Schüler darf während des Trainings keinen Teil seines Dogi ohne Aufforderung entfernen. Wenn er während des Trainings seinen Dogi richten muß, soll dies schnell und leise geschehen, während sich der Schüler zur Rückseite des Raumes wendet.
  7. Angemessener Respekt wird allen Gurtträgern und älteren Mitgliedern entgegengebracht. Alle Schüler sollen aufstehen und laut `Osu` sagen, wenn ein erfahrener Schüler (Senpai) oder Schwarzgurt den Raum betritt.
  8. Den Ausbilder und die ältere Mitglieder mit ihrem Titel (SENPAI, SENSEI, SHIHAN) ansprechen. Schüler sollen die Fragen und Anweisungen ihrer Lehrer oder Senpais mit einem lauten `Osu` beantworten und unverzüglich auf seine/ihre Anweisungen reagieren. Eine langsame oder gleichgültige Antwort  ist unhöflich.
  9. Während des Unterrichts sollen sich die Schüler auf die Techniken konzentrieren und ihre Augen  und Gedanken nicht abschweifen lassen. Der größte Respekt und die aufrichtigste Würdigung soll dem Lehrer und den Schülern zu jeder Zeit entgegengebracht werden. Der Schüler beginnt das Training nur mit der ihm gebührenden Ernsthaftigkeit.
  10. Es ist den Schülern zu gewissen Zeiten  nach Aufforderung oder Erlaubnis während des Unterrichtes erlaubt, sich zu setzen und zu entspannen. Das bedeutet , entweder im `Seiza`, der knienden Position oder aber  im `Anza`, mit gekreuzten Beinen, zu sitzen. Der Schüler soll während des Unterrichts nicht herumzappeln oder sich unterhalten.
  11. Traditionell ist das Dojo ein ehrbarer Platz, deshalb sollen die Schüler keine Kopfbedeckung tragen oder eine schlechte Sprache (Umgangssprache und Kraftausdrücke) wählen. Schuhe sind auf den Matten nicht erlaubt, ebenso kein Essen, Kaugummi oder Getränke. Im Trainingsraum wird nicht gegessen und nicht geraucht.
  12. Alle Schüler sollen beim täglichen Aufräumen nach dem Unterricht mithelfen. Die Schüler sollen auf ihr Dojo Acht geben wie auf einen geschätzten, besonderen Ort.
  13. Die Schüler sollen die Kameradschaft im Dojo respektieren und weder den harten Weg des Kyokushin durch verweigerndes, missbilligendes oder böswilligen Verhaltens untergraben, noch sollten sie negative Gedanken beim Kampf einbringen. Dadurch könnte Angst vor Verletzungen zusätzlich entstehen.
  14. Alle Mitglieder sollen sinnloses Getratsche und abwertende Kommentare über andere Schüler, Schulen oder Kampfkünste unterlassen.
  15. Alle Schüler sollen sich sowohl im als auch außerhalb des Dojos so benehmen, das kein schlechtes Licht auf das Kyokushinkai Karate fällt. Ganz zweifellos sollen sie die Techniken, die sie im Unterricht erlernt haben nicht anwenden, um andere absichtlich zu verletzen, es sei denn, ihr oder das Leben anderer ist in Gefahr.
  16. Die Schüler sollen bestrebt sein im täglichen Leben ausgeglichen, freundlich und zurückhaltend zu sein. In allem was sie tun, sollten sie ein gutes sprachliches und kulturelles Urteilsvermögen beweisen.

Die Bedeutung von „OSU! “

Osu bedeutet Geduld, Respekt und Anerkennung. Um einen starken Körper und einen starken Geist zu entwickeln ist es notwendig rigoroses Training durchzumachen.

Das Ziel des Kyokushinkai liegt nicht im Sieg oder in der Niederlage; vielmehr in der Vervollkommnung des Charakters!